Waffenbesitzkarte - Die erste WBK

Auf dieser Seite weisen wir dir den administrativen Weg zu deiner ersten Waffenbesitzkarte. Wenn du schon im Besitz einer WBK bist und einen weiteren Voreintrag oder eine weitere WBK benötigst, dann schaue bitte hier nach.

 

Voraussetzungen

Um eine Waffenbesitzkarte für das sportlichen Schießen zu erhalten, müssen zunächst einmal vier Bedingungen erfüllt sein:

  1. Du musst seit mindestens 12 Kalendermonaten Mitglied in einem

      anerkannten Schießsportverein sein.

  2. Du musst mindestens 18 Trainingseinheiten in den 12 Monaten vor Beantragung absolviert haben.

  3. Du musst die Waffensachkundeprüfung bestanden haben.

  4. Du musst die Bearbeitungsgebühr von 30€ pro Waffe auf der grünen WBK (Kurzwaffen,

      halbautomatiche Langwaffen, Vorderschaftrepetierflinten) bezahlen.

      Für die gelbe WBK werden ebenfalls 30€ fällig.

 

Wenn du diese Bedingungen erfüllen kannst, dann schicke bitte eine E-Mail an info@aix-point.de mit folgenden Informationen:

 

  - Gewünschter Waffentyp und Kaliber. Angaben zu Hersteller und Modell

    werden hier noch nicht behötigt.Du kannst im Rahmen der Beantragung

    deiner ersten WBK zwei Waffen beantragen.

  - Scan oder ein Foto deines Sachkundezeugnisses.

  - Scan oder Fotos deines Schießbuches. Achte dabei darauf, dass auch

    die Seite mit deinem Namen dabei ist.

  - Information über die Begleichung der Bearbeitungsgebühr. Bitte teile

    uns auch mit, auf welchem Wege du die Zahlung geleistet hast. Die

    Bearbeitung beginnt erst nach Eingang der Zahlung.

 

Die Verbandsbescheinigung

Auf dieser Grundlage prüfen wir den Antrag und holen auch die notwendige Zustimmung des Vorstands des Vereins ein. Diese Zustimmung wird in der Regel erteilt, wenn keine Tatsachen bekannt sind, die vermuten lassen, dass du für den Umgang mit Waffen ungeeignet bist. Eine Garantie, dass die Zustimmung erteilt wird, gibt es gleichwohl nicht. Du hast auch keinen Rechtsanspruch auf die Zustimmung. Aber wenn du in der Vergangenheit im Verein nicht negativ aufgefallen bist, sollte in der Regel nichts gegen die Zustimmung zur WBK sprechen.

 

Auf Grundlage deiner Unterlagen stellen wir dann den sogenannten "Antrag auf Verbandsbescheinigung". Im Falle unseres Vereins ist es der BDS (Bund deutscher Sportschützen 1975 e.V.), der die Verbandsbescheinigung ausstellen wird. Diesen Antrag mußt du unterschreiben. Wir schicken den Antrag zum Verband, der in der Regel binnen 10 bis 14 Tagen die Verbandsbescheinigung an deine Privatadresse schickt.

 

Der WBK-Antrag

Als nächstes folgt dann der eigentliche WBK-Antrag. Dieser muss bei der für dich zuständigen Waffenbehörde (Polizei oder Ordnungsamt) gestellt werden. Auch diesen Antrag bereiten wir für dich vor. Dazu benötigen wir von Dir die folgenden Information und Unterlagen:

 

  - Name und Adresse der für dich zuständigen Waffenbehörde

  - Nachweis über den Kauf eines geeigneten Waffenschrankes

    z.B. Rechnung oder Lieferschein (der Waffenschrank muss

    mindestens der Klasse 0 oder 1 entsprechen, A- und B-Schränke

    sind für Neuwaffenbesitzer nicht mehr erlaubt).

  - Fotos vom Waffenschrank. Ein Übersichtsfoto, in der die

    Aufstellsituation ersichtlich ist. Ein Foto, auf der der ganze

    geöffnete Schrank inklusive Verschraubung zu sehen ist.

    Und ein Foto der Prüfplakette im Schrank (in der Regel an

    der Türe oben rechts).

 

Nachdem der Antrag zur Waffenbehörde geschickt wurde, sollte die WBK innerhalb von rund 14 Tagen bei dir sein. Leider gibt es immer wieder Waffenbehörden, die deutlich länger brauchen. Die Behörde ist gehalten, spätestens nach 6 Wochen einen Zwischenbescheid zu erteilen, wenn die Bearbeitung länger dauert. In der Regel wird dies mit einer Überlastung der Behörde begründet. Wenn du nach 6 Wochen keine WBK und keinen Zwischenbescheid erhalten hast, solltest du schriftlich bei der Behörde nachfragen. Manchmal geht ein Antrag auch verloren. Spätestens nach 3 Monaten musst du deine WBK haben. Lässt sich die Behörde länger Zeit, ist der Gang zum Anwalt angezeigt. Dieser reicht beim Verwaltungsgericht eine Untätigkeitsklage gegen die Behörde ein. Im Rahmen der Amtsermittlung fordert das Gericht dann die Akte bei der Waffenbehörde an. In der Regel hast du die WBK dann in ein paar Tagen in deinem Briefkasten. Damit kann die Behörde dem Gericht sagen, dass die Bearbeitung abgeschlossen ist. Das Gericht stellt dann das Verfahren ein und legt der Behörde die Kosten des Verfahrens auf. Du musst also nichts bezahlten.

 

Der Kauf der Sportwaffe

 

Je nach beantragtem Waffentyp hast du jetzt eine grüne WKB (für Kurzwaffen, halbautomatische Langwaffen und Vorderschaftrepetierflinten), eine gelbe WBK (Einzellader- und Repetierlangwaffen, mehrschüssige Vorderlader) oder beides. In der grünen WBK befinden sich zudem Erwerbsvoreinträge für die Waffen, die du kaufen darfst (Waffentyp und Kaliber, aber nicht Hersteller oder Modell). Gegen Vorlage von WBK und Personalausweis oder Reisepass kannst du dir dann in einem Waffengeschäft deine Wunschsportwaffe kaufen. Neben der Rechnung bekommst du vom Verkäufer noch eine Bestätigung der Eintragung der Waffe im nationalen Waffenregister (NWR). Mit dieser Bestätigung (Nicht mit der Waffe!) musst du dann binnen 2 Wochen bei der Waffenbehörde vorbeigehen und dir die gekaufte Waffe eintragen lassen. Verpasse diesen Termin nicht! Das wäre ein Verstoß gegen das Waffengesetz und du könntest Waffe(n) und WBK gleich wieder verlieren.

 

Streckungsgebot

 

Du darfs in Deutschland nur 2 Waffen binnen 6 Monaten kaufen. Ein Beispiel: Du kaufst im Januar deine erste Waffe. Im März dann deine zweite. Die dritte Waffe kannst du erste im Juli kaufen (6 Monate nach der ersten im Januar). Die vierte Waffe dann erst im September (6 Monate nach der zweiten im März).

Bei Waffen für die es eines Erwerbsvoreintrages bedarf (alle Waffen auf der grünen WBK) kann normalerweise nichts schiefgehen. Die Behörde trägt dir in der Regel nicht mehr ein, als du aktuell kaufen darfst. Anders sieht es bei der gelben WBK aus. Hier gibt es keinen Erwerbsvoreintrag. Wenn du nicht aufpasst, hast du hier schnell gegen das Streckungsgebot im Waffengesetz verstoßen.

 

Ein Beispiel: Du bist im Besitz einer grünen WBK mit je einem Erwerbsvoreintrag für eine halbautomatische Pistole und einen Revolver. Außerdem hast du eine gelbe WBK. Am Montag gehst du in ein Waffengeschäft und kaufst dir die Pistole und den Revolver. Am Dienstag gehst du in ein anderes Waffengeschäft und kaufst dir eine Flinte. Am Mittwoch gehst du mit allen Unterlagen zur Waffenbehörde und willst dir alles eintragen lassen. Aber anstatt dir die Waffen einzutragen, werden die WBKs eingezogen. Die Waffenbehörde erstattet Anzeige gegen dich und fordert dich auf, die Waffen an einen Berechtigten abzugeben (z.B. dem Händler zurück zu geben) oder die Waffen bei der Polizei abzugeben. Was ist passiert? Der erste Händler hat dir waffengesetzkonform zwei Handfeuerwaffen verkauft. Der zweite Händler konnte nicht erkennen, dass du am Vortag schon zwei Waffen gekauft hast. Du hast ihm ja nicht die grüne, sondern die gelbe WBK gezeigt. Es ist auch nicht die Aufgabe der Waffenbehörde oder des Händlers, dich von diesem Fehler abzuhalten. Das ist ganz alleine deine Aufgabe!